Ein Busanhänger ist ein Anhänger, der hinter einem Bus hängt und meist aussieht, als wäre es ein zweiter Bus. Diese dienen dem Transportieren von Gepäckstücken, was oft bei Reisebussen der Fall ist. Solch einen Busanhänger kann man oft auch an einen normalen Pkw anhängen, vorausgesetzt die Anhängerkupplung ist identisch und der Pkw darf ein solches Gewicht ziehen. Ein Busanhänger transportiert allerdings keine Personen. In diesem Falle würde man den Anhänger als Personenanhänger bezeichnen. Diese Art der Anhänger ist allerdings heutzutage eher selten geworden, da vermehrt die sogenannten Gelenkbusse zum Einsatz kommen.

Die Vor- und Nachteile von einem Busanhänger

Ein großer Vorteil eines Anhängers ist natürlich, dass er, wenn viel Stauraum benötigt wird, zum Einsatz kommen kann und somit ein Fahrer für einen zweiten Bus gespart wird. Im Gegensatz zu den Gelenkbussen, die zwar auch einen zusätzlichen Raum haben und nur einen Fahrer benötigen, kann der Anhänger aber, wenn er nicht benötigt wird, abgehängt werden. Somit verbraucht der Bus weniger Kraftstoff, wohingegen der Gelenkbus immer die volle Last ziehen muss, auch wenn der „Anhänger“ dort nicht benötigt wird und leer steht. Auch die Gesamtkapazität ist bei einem Bus inklusive Busanhänger höher als bei einem Gelenkbus. Diese Gründe ermöglichen einen wirtschaftlichen Vorteil für das entsprechende Busunternehmen.

Allerdings hat solch ein Anhänger aber auch Nachteile. Beispielsweise kann mit einem Anhänger keine starke Steigung gefahren werden, da das Zugfahrzeug eine enorme Last aufnehmen muss. Auch muss der Fahrer eines Busses mit Anhänger entsprechend geschult sein bzw. geschult werden, da er nun zusätzliche Aufgaben übernehmen muss. Dazu gehört nicht nur das Fahren mit Anhänger, was für sich allein schon eine große Herausforderung darstellt, sondern auch das An- und Abhängen des Hängers, was gar nicht so einfach ist, da sowohl die elektrischen, als auch die pneumatischen Verbindungen angeschlossen werden müssen.

Busanhänger in der Geschichte

Bis zu den 60er Jahren war es üblich, dass Busse mit den entsprechenden Anhängern die Menschen in den Städten beförderten. Dies war aus Sicht der Busunternehmen äußerst effizient, da mit nur einem Fahrer eine große Zahl Fahrgäste befördert werden konnte. Dies wurde aber 1960 durch ein Gesetz verboten, da aufgrund der großen Länge und der niedrigen Höchstgeschwindigkeit eines Busses mit Busanhänger mit enormen Verkehrsbehinderungen zu rechnen wäre. Dies machte sich allerdings erst in dieser Zeit bemerkbar, da sich nun immer mehr Privatpersonen einen oder zwei Pkw pro Haushalt zulegten und somit das Verkehrsaufkommen wuchs. Um heute solche Busse mit einem Anhänger im Straßenverkehr nutzen zu können, bedarf es einer Genehmigung. Meist werden solche Anhänger aber speziell für Firmen gebaut, die diese ausschließlich auf ihren Betriebsgeländen nutzen und somit auch die erlaubte Gesamtlänge problemlos überschreiten dürfen.

Kategorien: Logistik