Die DIN EN ISO 527-1 deren letzte Ausgabe vom April 1996 stammt und die aktuelle ISO-Version vom Februar 2012 ist eine Europäische Norm zur Bestimmung der Zugeigenschaften von Kunststoffen. Diese Zugeigenschaften werden durch einen Zugversuch mit der Zugprüfmaschine ermittelt. Die Norm ersetzt drei frühere DIN-Normen und zwar diese: DIN Normen: 53371, 53455 und 53457.

Der Teil 1 der DIN EN ISO 527-1 legt die allgemeinen Grundsätze bei der Bestimmung von Zugeigenschaften der Kunststoffe und deren Verbundstoffe unter vorbestimmten Bedingungen fest. Diverse Probekörpertypen werden den unterschiedlichen Werkstofftypen entsprechend festgelegt, die dann von der Norm detailliert beschrieben werden. Ausgesuchte Verfahren werden im Rahmen der DIN EN ISO 527-1 verwendet, durch die das Zugverformungsverhalten der Probekörper untersucht und die Zugfestigkeit ermittelt wird. Das Zugmodul und weitere Eigenschaften der Zugspannungs-/Dehnungs-Beziehung des untersuchten Produktes werden unter festgelegten Bedingungen ermittelt. Diese Verfahren dienen speziell der Untersuchung der folgenden Werkstoffgruppen: -steife und halbsteife thermoplastische Gussform-, Spritzguss- und Extrusionsmassen. Auch den gefüllten und verstärkten Formmassen als Ergänzung zu ungefüllten Sorten; wie Platten und Folien; duroplastische Formmassen, Platten einschließlich den Schichtstoffen und vielen weiteren. Die Testverfahren sind üblicherweise nicht zur Anwendung mit harten Schaumstoffen und Schichtstoff-Verbundwerkstoffen mit Schaumstoffkern geeignet. Für diese gelten andere Normen nicht die Richtlinien der DIN EN ISO 527-1.

Wie wird nach der DIN EN ISO 527-1 getestet?

Die Verfahren werden an Probekörpern angewendet, die aus den zu testenden Materialien bestehen oder in einer ausgewählten Form gepresst bzw. zugeschnitten wurden. Die Typen der Probekörper und die Herstellung der Probekörper werden in der DIN EN ISO 527-1 beschrieben. Manchmal kann auch ein Vielzweckprobekörper verwendet werden. Es gibt normative Verweisungen auf die ISO 3167 oder ISO 20753. Kleine Probekörper werden in der ISO 20753 beschrieben. Die Verfahren legen feste Maße für die zu verwendenden Probekörper fest. Prüfungen, von Probekörpern mit andern Maßen oder die unter abweichenden Bedingungen hergestellt wurden, können zu Ergebnissen führen, die nicht mit denen der Norm vergleichbar sind. Auch die Prüfgeschwindigkeit und eine Vorbehandlung von Probekörpern, können die erzielten Ergebnisse verfälschen. Folglich müssen die Einflüsse während des Tests nach der Norm sorgfältig kontrolliert und festgehalten werden, wenn es zu vergleichbaren Daten kommen soll.

Zusammenfassung zur DIN EN ISO 527-1

Die ISO 527-1: 2012 legt die allgemeinen Grundsätze für die Bestimmung der Zugeigenschaften von Kunststoffen und Kunststoffverbunde unter definierten Bedingungen fest. Die Norm definiert mehrere verschiedene Arten der Testproben, um verschiedene Materialien, die in weiteren nachfolgenden Teilen der Norm detailliert besprochen werden. Die Methoden der DIN EN ISO 527-1 sind in der Regel nicht für die Verwendung mit starren Zellmaterialien oder Sandwich-Strukturen geeignet.