Allgemeine Informationen über Roter Ginseng

Bereits seit Jahrtausenden wird die Wirkung des Ginsengs in der Medizin in vielen asiatischen Ländern geschätzt. Mittlerweile wurde er genauer untersucht und wird inzwischen weltweit genutzt, um das Wohlbefinden zu steigern. Er kann nicht nur frisch verzehrt werden, sondern auch als Weißer Ginseng oder Roter Ginseng haltbar gemacht werden.

Wertvoller Roter Ginseng

Ursprünglich wuchs Ginseng vor allem in Teilen Sibiriens, in Nordkorea, im Nordosten Chinas und in Nordamerika. Die Herrscher in China schätzten Ginseng so sehr, dass der Preis der Pflanze sogar den Wert den von Gold übertraf. Davon profitierten auch die europäischen Siedler auf dem nordamerikanischen Kontinent. Sie sahen, wie die Indianer dort den Ginseng als Heilmittel verwendeten und erfuhren von seinem Wert in Asien. Also verkauften sie den roten Ginseng dorthin und wurden reich. Dies führte dazu, dass die natürlichen Vorkommen von Ginseng in Nordamerika verschwanden und die Pflanze später wieder in diesen Gebieten kultiviert werden musste. Ginseng ist heutzutage nicht nur in den ursprünglichen Anbaugebieten zu finden, sondern wird auch in Mitteleuropa geernet.

Roter Ginseng und seine Wirkstoffe

In der traditionellen chinesischen Medizin ist die Heilwirkung von Ginseng auf den Lungen- und Milzmedian bekannt. Die Wirkstoffe sollen für Harmonie und Ausgleich sorgen. Die westliche Medizin schreibt die Heilwirkung der Pflanze vor allem den darin enthaltenen Ginsenosiden zu. Dabei handelt es sich um Triterpensaponine und unterschiedliche Steroid-Glykoside, die sonst in keiner anderen Pflanze zu finden sind. Besonders die Ginsengpflanzen, die mehrere Jahre Zeit dazu haben, Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen, verfügen über eine höhere Konzentration an Wirkstoffen. Bei Ginseng, der nach etwa fünf Jahren geernetet wurde, stellten Forscher einen Anteil von etwa fünf Prozent Ginsenosiden fest. Vor allem die Rinde und die Wurzelhaare enthalten viele Wirkstoffe, wohingegen im Inneren der Wurzel nur eine geringere Konzentration an Ginsenosiden festgestellt werden konnte. Besonders die Wirkstoffe des roten Ginsengs werden in der modernen Medizin dazu verwendet, um beispielsweise Konzentrationsstörungen, Immunschwäche, verschiedene Krebserkrankungen, Stress, Erschöpfungszustände, erhöhten Blutzuckerspiegel, Demenz und Impotenz zu behandeln. Darüber hinaus bekämpft Ginseng freie Radikale, die für das Altern des Körpers verantwortlich sind.

Frischer, Weißer und Roter Ginseng

Der Ginseng wächst etwa vier bis sieben Jahre lang im Boden, bevor er geerntet wird. Er kann frisch gegessen werden. Beim Weißen Ginseng wird ein Teil der Schale entfernt und die Pflanze ein wenig getrocknet. Roter Ginseng hat eine höhere Wirkstoffkonzentration, da die Pflanzen erst später geerntet werden. Zur Konservierung wird die Pflanze zunächst Wasserdampf, dann Sonneneinstrahlung und Luft aussetzt. Roter Ginseng kann leicht als Tee zubereitet werden. In Kombination mit Gojibeeren erhält der Rote Ginseng sogar noch eine verstärkende Heilwirkung. Roter Ginseng wird im Handel oft gepresst in Blockform angeboten.

 

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